
Diane sitzt inmitten einer Runde Jugendlicher. Es wird wild diskutiert. Thema ist die das große Straßenfußball- und Kulturfestival, das in ein paar Monaten stattfinden soll. Es werden bereits jetzt Pläne geschmiedet. „Man könnte doch vielleicht ein Tanztheater aufführen, um zu zeigen, was wir Jugendlichen gemeinsam alles schaffen können“, wird als Idee eingeworfen. Diane und die anderen Jugendlichen sind Teil eines sogenannten Jugend-Forums. Sie leben im Nordosten Brasiliens im Bundesstaat Marañhao, einer Region, in der es viel Armut gibt und der es für viele Jugendliche an Perspektiven fehlt. Genau hieran möchten die Jugendlichen mit ihrem Jugend-Forum jedoch etwas ändern.
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„Wir müssen uns selbst neue Möglichkeiten eröffnen und versuchen auf eigenen Beinen zu stehen, auch wenn wir dabei natürlich Unterstützung brauchen.“
Diese Unterstützung bekommen sie von der Organisation Formação, die in der Region insgesamt 11 Jugend-Foren ins Leben gerufen hat und die Jugendlichen dabei unterstützt, ihre Ideen auch verwirklichen zu können. (...)
Diane arbeitet mit in ihrem Forums vor allem im Bereich Straßenfußball. Ihr Engagement hat sie bereits nach Chile, Deutschland und Südafrika gebracht. Dort hat sie andere Jugendliche getroffen, die sich auch engagieren. Und viele Ideen mitgenommen für die Straßenfußball- Aktivitäten, die sie mit ihrem Jugend-Forum in Brasilien auf die Beine stellen. (...)
Auszüge Interview |
Wo siehst du Brasilien in 10 Jahren? Mein Wunsch ist es, dass mein Land bis dahin Gleichheit für alle Brasilianer erreichen kann. Dass wir uns aufgrund der Verschiedenheit nicht gegenseitig ausbremsen. Dass die Jugendlichen immer in Würde und in einer guten Zukunft leben können und dabei auf das Potential vertrauen, dass jeder in sich trägt. Ich wünsche mir auch, dass Schule, Familie und Essen ein garantiertes Recht für alle sind. So wie viele möchte ich ein Brasilien sehen, dass von Brasilianern erträumt und erschaffen wird. Welche Herausforderung siehst du in der Globalisierung? Eine der größten Herausforderungen sind aus meiner Sicht die Stereotypen, die in vielen Fällen die Arbeit behindern. Daher wäre es wichtig, dass jeder Mensch die Möglichkeit hat, mehr als nur eine Realität kennen zu lernen ohne die eigene Identität zu verlieren. Denn gerade auch die Unterschiede sind es, die unsere Identität ausmacht. (...) |



